Bardia Nationalpark

File 461Dicht an der indischen Grenze, nordwestlich der Stadt Nepalganj im Westen Nepals, liegt der Bardia-Nationalpark (auch: Bardiya-Nationalpark). Die Region wurde erst 1988 zum Schutzgebiet erklärt, sie trägt den offiziellen Namen Royal Bardia National Park.

Es ist eines der unberührten Naturschutzgebiete von Nepal, das bislang relativ wenig besucht wird. Dies ist auf seine abgeschiedene Lage und die schwere Zugänglichkeit zurückzuführen. Denn an traumhafter Landschaft mangelt es nicht: Üppige Wälder mit Salbäumen und Akazien sowie weitläufiges Grasland machen die Natur aus, dazwischen schlängeln sich die drei Flüsse Karnali, Geruwa und Babai. In der Wildnis des Nationalparks leben Tiere, die heute sehr selten geworden sind, beispielsweise der bengalische Tiger, wilde Elefanten und Panzernashörner. Aber auch Leoparden, Wildschweine und verschiedene Hirsch-Arten kommen vor. In den Flüssen tummeln sich Ganges-Delfine, während vor allem an den Flussufern Gaviale und Sumpfkrokodile leben.

Um all diesen Tieren auf möglichst schonende Art möglichst nahe zu kommen, empfiehlt sich die Safari auf einem Elefanten. In der Regel sind diese Touren in den Camps und Unterkünften zu mieten. Wer lieber festen Boden unter den Füßen hat, kann den Bardia-Nationalpark auch zu Fuß erkunden. Dazu gibt es allerdings zwei Einschränkungen: Zum einen sollte man nie ohne einen ortskundigen Guide unterwegs sein und zum anderen sollte man sich nach Sonnenuntergang nicht mehr in den Weiten des Nationalparks aufhalten. Bis zum Sonnenaufgang ist der Aufenthalt nur in den Hotels und Camps gestattet. Freies Zelten ist ebenso nicht möglich.

Das Naturschutzgebiet ist in den Monaten zwischen Mai und September geschlossen. Gemeinsam mit dem Banke-Nationalpark bildet der Bardia-Nationalpark übrigens die sogenannte Tiger Conservation Unit Bardiya-Banke.