Basiscamp Everest

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Dem höchsten Gipfel der Erde einmal nahe zu kommen ist wohl ein Traum jedes Bergsteigers und die Wanderroute zum Basislager des Mount Everest wahrscheinlich die bekannteste Trekkingtour weltweit. Die Gegend gehört zum Sagarmatha-Nationalpark, sie beeindruckt mit hübschen Sherpa-Siedlungen, wunderschönen Landschaften und gigantischen Bergpanoramen. Daher lohnt sich aus vielerlei Hinsicht eine Trekkingroute zum südlichen Basislager des Everest (auf Nepali: Sagarmatha).

File 254Verschiedene Strecken führen zum Basiscamp Everest. Wer nur einen kurzen Trip machen kann oder will, kann beispielsweise von Thyangboche aus wandern. Der Weg führt über Pangboche, Dingboche und Gorak Shep, man benötigt etwa drei Tage. Das bedeutet, dass man eine Woche später wieder in Thyangboche sein kann. Die meisten Bergsteiger wollen allerdings länger unterwegs sein und starten mit mehr Abstand. So zum Beispiel von Lukla, wo es einen Flugplatz gibt, auf dem kleine Maschinen aus Kathmandu landen. Von hier aus geht es dann über Phakding nach Namche Bazar, der Haupstadt der Sherpas, und weiter nach Thyangboche, von wo aus die Route gleich ist. Einige Wanderer starten bereits in Jiri, wo es auch einen Flugplatz gibt. Von hier aus führt die Strecke über Junbesi ebenfalls nach Namche Bazar, wofür man etwa zehn Tage Zeit benötigt. Da nur wenige Wanderer schon in Jiri beginnen, ist die Tour insgesamt ruhiger und streckenweise sogar menschenleer. Erst ab Lukla sind mehr Trekker zu erwarten.
File 440Egal, wo man die Route zum Basiscamp Everest beginnt – auf keinen Fall sollte man den 5.500 Meter hohen Kala Pattar verpassen, der sich in der Nähe des Basislagers befindet. Wer diesen besteigt, wird mit einem atemberaubenden Ausblick auf den Mount Everest belohnt.

Das Everest-Basislager auf 5.350 Metern Höhe selbst ist interessant, aber nicht besonders schön: Neben den zahlreichen Expeditionszelten ist die Mülldeponie trauriger Überrest von rücksichtslosen Wanderern. Daher wurde dieser Ort auch schon als höchste Müllkippe der Welt bezeichnet. Das Zeltdorf ist mit Internetstation, Fernsehern, Toilettenzelten und medizinischer Versorgung ein eigenartiger Ort. Auch dies macht die Wanderung zum Basiscamp Everest unvergesslich.