Dolpo

File 491Ein abgeschiedenes Tal im Himalaya, geprägt vom tibetischen Buddhismus – das ist die Region Dolpo im Nordwesten Nepals. Die unmittelbare Nähe zu Tibet zeigt sich hier sowohl landschaftlich als auch kulturell. In der trockenen Gegend sind Wälder, aber auch weite Strecken Steppe zu finden. Die buddhistische Bevölkerung lebt vor allem von der Viehzucht (Yaks, Pferde, Ziegen und Schafe), ihre kleinen Dörfer liegen auf Höhen zwischen 2.300 und 4.300 Metern.

Die Region lässt sich einteilen in das untere Dolpo im Süden und das obere Dolpo (auch: inneres Dolpo) im Norden. Im unteren Teil gibt es notwendige Infrastruktur mit Geschäften und einem kleinen Flugplatz in Juphal. Das obere Dolpo kann nur über 5.000 Meter hohe Pässe erreicht werden. Erst seit 1993 haben Ausländer die Möglichkeit, in das obere Dolpo einzureisen, zuvor war die Gegend Sperrgebiet. Aber die abgeschiedene Lage hat zur Folge, dass weiterhin nur wenige Touristen in die Gegend kommen, die Infrastruktur ist spärlich, die Natur hingegen unberührt schön. Das obere Dolpo gehört teilweise zum Shey Phoksundo National Park.

Zum Wandern ist die Region ideal. Die meisten Touren starten in Juphal und gehen über mehrere Wochen, dabei müssen zum Teil hohe Pässe überwunden werden. Man sollte gute Kondition für die teils herausfordernden Strecken und den Verzicht an Komfort mitbringen, denn in Dolpo gibt es bislang kaum Unterkünfte und Restaurants. Die meisten angebotenen Trekkingtouren sind mit Übernachtungen in Zelten geplant. Auf keinen Fall sollten Wanderer das Gebiet allein erkunden, da es voller Gefahren ist – gute Wetterkenntnisse und perfekte Orientierung in der Region sind von Nöten.