Kanchenjunga

File 488Der Kanchenjunga (auch: Kangchenjunga oder Kangchendzönga) galt lange Zeit als der höchste Berg der Erde. Erst Messungen von 1849 bewiesen, dass der Kanchenjunga mit fast 8600 Metern Höhe nach Mount Everest und K2 der dritthöchste Berg weltweit ist. Er gehört zum Teil zu Nepal und zum Teil zum indischen Bundesstaat Sikkim.

File 335Die nepalesische Seite des Kanchenjunga-Massivs ist relativ dünn besiedelt und bietet traumhaft schöne und unberührte Natur. Sie ist durch den Kanchenjunga Conservation Park geschützt. Es ist ein Waldgebiet voller Eichen, Birken, Weißtannen, Rhododendron, Nepal-Erlen und Bergbambus. Immer wieder sind auch wilde Orchideen zu entdecken. In den höheren Gebieten beeindrucken gigantische Gletscher zwischen den Berggipfeln. In der Region leben unter anderem Himalaya-Languren, Gorale, Blauschafe und Schneeleoparden.

Der Kanchenjunga Conservation Park ist ein Paradies für Wanderer und Bergsteiger. Die meisten Treks beginnen ab Taplejung, weil dieser Ort in der Nähe des Flugplatzes Sukjethar liegt. Hier landen kleine Flugzeuge aus Biratnagar und Kathmandu. Ziel sind Hochalmen wie Pang Pema oder Ramche, von Pang Pema aus ist es nicht mehr weit zum Kanchenjunga-Basislager. Dafür geht es von Taplejung über die Dörfer Phurumba, Chiruwa und Kyapra nach Ghunsa, anschließend über Kambachen und Lhonak nach Pang Pema. Dafür sollten bei durchschnittlichem Tempo für den Hinweg etwa 10 Tage eingerechnet werden. In Pang Pema angelangt gibt es herrliche Aussichten auf die eisgepanzerten Felswände des Kanchenjunga. Eine kürzere Strecke, die nur etwa die Hälfte der Zeit benötigt, ist der Weg nach Ramche. Hier geht es über Khanre, Mamankhe, Yamphudin und Tseram ans Ziel, auf der Strecke sind meist viele Blauschafe und Argalis zu sehen.

In der Kanchenjunga-Region sollte man nur mit Guides unterwegs sein und Nahrungsmittel sowie Zelte mit sich tragen, da die Versorgungslage in der Regel eher schlecht ist. Die beste Reisezeit für die Region ist April und Mai sowie September bis November.