Mustang

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Auf über 2.500 Metern Höhe an der Grenze zu Tibet liegt die Region Mustang, die früher ein autonomes buddhistisches Königreich war und heute zu Nepal gehört. Es ist ein trockenes, regenarmes Gebiet und ein wenig unwirtlich. Dies ist sicher einer der Gründe dafür, dass nicht viele der Nepal-Reisenden auch nach Mustang fahren. Ein weiterer Grund mag der Trekking-Permit sein, den man vor Eintritt in die Region bezahlen muss und der teurer ist als in den anderen Regionen Nepals.

File 236Trotzdem ist Mustang auf jeden Fall einen Abstecher wert. Es ist ein echtes Kleinod, in welchem man zum einen in herrliche Landschaften, zum anderen tief in die tibetische Kultur eintauchen kann. Wichtigste Stadt ist Lo Manthang, die heute vor allem für den Tourismus eine zentrale Rolle spielt. Sie war die Hauptstadt des ehemaligen Königreiches und lockt mit einem alten Palast und einem buddhistischen Kloster aus dem 15. Jahrhundert. Weiterer sehenswerter Ort ist Muktinath. Durch Mustang zog sich früher auch die wichtigste Handelsroute zwischen Indien und Tibet. Vor allem das breite Flusstal des Kali Gandaki war für den Handel bedeutsam, auch heute lebt noch ein Großteil der Bevölkerung Mustangs in unmittelbarer Nähe zum Fluss.

File 263In Mustang kann es im Winter sehr niedrige Temperaturen geben. Daher empfiehlt sich eine Reise in diese Region vor allem im Frühjahr, zum Beispiel im Mai, sowie im September und Oktober. Ein ganz besonderes Ereignis ist das Frühlingsfest in Mustang, das jedes Jahr für drei Tage stattfindet. Bei diesem Festival kann man die Kultur mit ihren speziellen Kostümen, Klängen und Tänzen besonders gut kennenlernen.

Nach Mustang gelangt man üblicherweise mit dem Flugzeug, gute Verbindungen bestehen zwischen Pokhara und Jomsom.